Was ist eine Persönlichkeitsstörung?

 

Unter Persönlichkeitsstörungen werden vor allem sozial unflexible, wenig angepasste und von der Norm abweichende Verhaltensauffälligkeiten verstanden.

Als krankhaft gelten diese erst, wenn ein überdauerndes Verhalten, welches sich wenig angepasst und unflexibel darstellt die, Funktionsfähigkeit im Privaten oder Beruflichen beeinträchtigt oder die Personen unter ihren Persönlichkeitseigenarten leiden.

Es gibt verschiedene Persönlichkeitsstörungen, welche folgend beschriebe werden.

 

Was ist eine dependente Persönlichkeitsstörung?

 

Bei dieser Persönlichkeitsstörung findet sich eine anhängliche, loyale und zumeist aufopfernde Haltung, nicht selten zusammen mit einem stark unterwürfigen Verhalten.

Im Bereich der Störung findet sich schließlich die völlige Unfähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Kennzeichnend sind unterschiedliche Ängste wie die Angst vor Versagen in Leistungssituationen und die Möglichkeit negativer Bewertung in alltäglichen Situationen.

Sind die Betreffenden ökonomisch oder sozial von anderen ab- hängig, findet sich häufig eine geringe Selbstsicherheit, die dazu führt, dass sie schamlos ausgenutzt werden können.

Das Risiko für die Entwicklung weiterer Störungen wie einer Depression oder einer somatoformen Störung ist hoch.

Abgrenzend zu erwähnen ist, dass anhängliche und oder/ loyale Personen nicht automatisch an einer Persönlichkeitsstörung leiden.

 

 

Was ist eine dissoziale Persönlichkeitsstörung?

 

Hauptaspekte der dissozialen Persönlichkeitsstörung sind rücksichtsloses Durchsetzen eigener Ziele, impulsives sowie spontanes Verhalten, durch das andere sich verletzt und erniedrigt fühlen.

Ein Mangel an Empathie führt zu fehlenden Schuldgefühlen. Normverletzungen gehen im schlimmsten Fall so weit, dass die Betroffenen nicht in der Lage sind, vorausschauend zu planen und zu handeln.

Eine hohe Risikobereitschaft gepaart mit einem Mangel an Angst können auftreten. Weiterhin finden sich Unzuverlässigkeit und Bindungsschwäche. Häufig sind zusätzliche gesundheitliche und soziale Probleme durch Missbrauch von Alkohol und Drogen vorhanden. Es kann zu schweren Gewaltdelikten und Rechtsverletzungen kommen. Auch depressive Störungen können auftreten, zumeist weil innere Leere und Langeweile schwer ertragen werden. Das Suizidrisiko ist deutlich erhöht.

 

Was ist eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung?

 

Diese Störung äußert sich durch eine Persönlichkeitsstruktur mit einer starken Sorgfalt und ist durch Gründlichkeit in der Ausführung vieler Tätigkeiten gekennzeichnet.

Ein solcher Stil ist erst im Übergang zum rigiden Bemühen um Perfektionismus als Persönlichkeitsstörung zu kennzeichnen, wenn die Folge ist, dass beispielsweise berufliche Vorhaben nicht mehr realisiert werden. Arbeit wird dann zwanghaft jedem Vergnügen oder zwischenmenschlichen Kontakten übergeordnet, so dass persönliche Beziehungen häufig darunter leiden.

Die eigenen starren, moralisch anspruchsvollen und prinzipientreuen Verhaltensmuster werden eigensinnig vertreten und vor allem untergebenen Personen aufgenötigt. In Abhängigkeitsbeziehungen findet sich eher ein Aspekt übergründlicher Pflichterfüllung.

 

Abzugrenzen ist, dass sorgfältige und gewissenhafte Menschen nicht automatisch eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung haben.

 

Was ist eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung?

 

Die ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung wird auch als selbstunsichere Persönlichkeitsstörung bezeichnet. Sie ist durch grundlegende Ängste vor negativer Beurteilung, durch Schüchternheit und ein durchgängiges soziales Unbehagen bestimmt, was sich in Verlegenheit, leichtem Erröten, Vermeiden sozialer und beruflicher Herausforderungen zeigt.

Ausgeprägte Minderwertigkeitsgefühle und Vermeidung von sozialen Kontakten führen über längere Zeit zu gravierenden Einschränkungen der sozialen Kompetenz.

Selbstkritische, zurückhaltende und unsichere Personen erfüllen nicht automatisch die Kriterien einer Persönlichkeitsstörung und haben keinen Krankheitswert in ihrer Persönlichkeit.

 

 

Was ist eine Borderline-Störung?

 

Eine Borderline-Störung ist eine psychische Erkrankung bei der Betroffene eine Instabilität der zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten haben. Dazu kommt eine ausgeprägte Impulsivität. Mögliche Symptome sind vermutetes oder tatsächliches Verlassenwerden zu vermeiden, instabile aber intensive zwischenmenschliche Beziehungen, selbstschädigendes Verhalten (in den Bereichen Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch,…).

Weiterhin können suizidale /selbstverletzende Handlungen, Wut oder paranoide Vorstellungen dazukommen.

 

 

 

Was ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung?

 

Eine nazistische Persönlichkeitsstörung zeigt sich durch einen Mangel an Empathie und Überempfindlichkeit. Betroffene sind überzeugt von ihrer eigenen Großartigkeit und übertreiben eigene Fähigkeiten, auch wenn keine besonderen Leistungen beobachtbar sind. Häufig stehen diese Störungseigenarten mit einem brüchigen Selbstwertgefühl in Verbindung.

Abgrenzend ist zu erwähnen, dass beispielsweise ein Leistungsorientierter Persönlichkeitsstil, der im Wesentlichen gekennzeichnet ist durch das Streben nach einem guten Ergebnis nicht die Kriterien für eine Erkrankung erfüllt.